Wie sich die Haut gesund hält

Unsere Haut ist ein multitaskingfähiges Organ. Sie ist unsere Schutzbarriere gegen Einflüsse von außen.

Sie hält Krankheitserreger aller Art aus unserem Körper fern, und Wasser im Körper. Außerdem ist sie eines unserer Sinnesorgane, über die wir Oberflächen und Gegenstände ertasten, aber auch Schmerzen und Juckreiz wahrnehmen sowie Kälte und Wärme spüren. Die Temperaturregelung des Körpers kann über die Haut durch das Schwitzen passieren. Als der Mensch noch behaarter war, hatte die „Gänsehaut“ die Funktion, Wärme am Körper zu halten. Die Haut trägt unsere Haare an Körper und am Kopf. Auch an unsere Gefühle ist die Haut gekoppelt – wir werden rot, wenn uns etwas unangenehm oder peinlich ist.
Die Haut hat also viele Funktionen. Um all dies zu schaffen, muss die Haut gesund sein. Wie hält sich die Haut natürlicherweise gesund?

Die Hautflora

Als Hautflora bezeichnen wir eine Gesellschaft unterschiedlicher Mikroorganismen, die sich auf der Haut angesiedelt haben. Es können sowohl Bakterien als auch einzellige Pilze sein.
Diese Mikroorganismen ernähren sich von dem, was die Haut abgibt, z.B. Schweiß und Talg, oder von dem, was andere Bakterien „übrig lassen“. Die Talg- und Schweißproduktion ist aber nicht überall auf dem Körper gleich stark. Feuchtigkeit und Nährstoffmenge sind unterschiedlich. Entsprechend ist die Haut an unterschiedlichen Bereichen des Körpers unterschiedlich besiedelt. Sowohl die Zahl als auch die Arten der Organismen variieren.

Residente und transiente Hautflora

Dieser Hautfilm ist im täglichen Leben natürlich Einflüssen ausgesetzt: Wir kommen in Kontakt mit anderen Organismen, beispielsweise mit den Händen bei der Arbeit im Haushalt oder im Garten. Auch „endogene“ Infektionen sind möglich, wenn z.B. Bakterien der Darmflora auf die Haut gelangen. Das „Händeschütteln“ mit anderen Menschen kann eine Übertragung von Organismen aus der Hautflora von anderen Menschen zur Folge haben. Diese stören die eigene Hautflora nicht zwangsläufig, denn die Besiedelung, die sogenannte „residente Hautflora“, verursacht auch  ein Milieu, das nicht für jedes Bakterium oder jeden Pilz passt. Ein „Eindringling“ muss sich also erst einmal gegen die bestehende Hautflora durchsetzen. So ein neuer Keim kann eine Weile auch auf der Haut verbleiben. Man spricht  dann von „transienter Hautflora“.
Nicht alle der auf der Haut lebenden Keime sind immer harmlos: Candida albicans ist ein Beispiel für einen Pilz, der auf der Haut leben kann ohne ein erkennbares krankhaftes Symptom zu entwickeln. Unter bestimmten Voraussetzungen jedoch, wie bei Immunschwäche oder nach einer Antibiotika-Therapie.

Was die Hautflora verändern kann

Wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann es bestimmte Organismen nicht mehr in Schach halten. Dies kann durch Erkrankungen wie HIV passieren oder durch bestimmte Medikamente wie bei Chemotherapien.
Die Hautflora wird aber auch durch Antibiotika gestört, denn durch diese sterben Bakterien ab. Meist nicht nur die Krankheitserreger, wegen der das Medikament verabreicht wird, sondern auch die „guten“ Bakterien, die für die Gesundheit auf der Haut sorgen. In diesem Fall ist auch das hautschützende Milieu verändert und somit können Erreger besser eindringen.
Durch Verbrennungen verschiebt sich die Besiedelung durch Bakterien. Es bildet sich eine „Wundflora“, die sich von der Flora auf der Haut unterscheiden kann.

Desinfektionen

Auch wenn Desinfektion der Hände gegen die transiente und nicht gegen die residente Hautflora richtet, so schadet sie auch der residenten Hautflora. Aus diesem Grund sollten Sie im normalen, nicht-klinischen Alltag Hautdesinfektionen nur dann vornehmen, wenn Sie mit akut kranken Personen im Haushalt zu tun haben oder Kontakt zu einem Menschen mit einer Immunschwäche haben. Ansonsten ist gründliches Händewaschen ausreichend.

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