Wen betrifft Akne?

Akne gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen. Die Ursachen und Erscheinungsvielfalt sind sehr unterschiedlich. Neben Formen wie Neugeborenenakne, „Mallorca Akne“ oder Medikamentenakne ist die am weitesten verbreitete Form die „Acne vulgaris“. 70 bis 95 Prozent aller Jugendlichen sind betroffen. Vor allem im Gesicht, Nacken, Rücken und Dekolleté treten die typischen Hautveränderungen auf.  In den meisten Fällen bildet sich Akne bis zu Beginn des dreißigsten Lebensjahrzehnts zurück, bei 2 bis 7 Prozent der Betroffenen mit teils auffälligen Narben.

Wie entstehen Pusteln und Pickel?

Die in der Haut ansässigen Talgdrüsen produzieren ein fettiges Sekret (Talg), das Haut und Haare geschmeidig hält. Männliche Geschlechtshormone (Androgene) regen die Talgdrüsen an, mehr Fett auszuschütten. Sind zu viele Androgene vorhanden – wie in der Pubertät  – wird die Talgproduktion verstärkt. Produziert die Haut gleichzeitig mehr Hornsubstanz (Hyperkeratose), entstehen Pickel, denn der Talg kann nicht mehr nach außen abfließen. Die Talgdrüsen verstopfen. Bakterien können sich hier leicht ansiedeln, was zu einer lokalen Entzündung führt.

Akne behandeln

Welche Therapie am besten geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, wie schwer die Akne ausgeprägt ist. Sinnvoll ist es, bei der Behandlung einen Hautarzt zu konsultieren.

Äußerliche Behandlung

Ist die Akne leicht oder mittelschwer ausgeprägt, helfen meist spezielle frei verkäufliche oder rezeptpflichtige Cremes, Gele oder Lotionen, die auf die betroffenen und umliegenden Hautbereiche auftragen werden.

Die Medikamente enthalten Wirkstoffe wie
•    Benzoylperoxid: Der antibakterielle, frei verkäufliche Wirkstoff fördert die Abstoßung der obersten Hornschicht.
•    Retinoide: Diese rezeptpflichtigen Wirkstoffe ähneln dem Vitamin A und können das Hautbild verbessern.
•    Azelainsäure: Der antibakterielle Wirkstoff Azelainsäure wirkt der Verhornung der Talgdrüsen entgegen.
•    Antibiotika: Antibiotika richten sich gegen Bakterien, die bei entzündlichen Formen der Akne eine Rolle spielen.

Innerliche Anwendung

Ist die Akne schwer ausgeprägt, kann der Arzt Medikamente zum Einnehmen verschreiben. Zu den Medikamenten gehören zum Beispiel:
•    Antibiotika: Diese können sinnvoll sein, wenn es sich um eine entzündliche Form der Akne handelt.
•    Hormonpräparate: Medikamente mit Hormonen hemmen die Wirkung des Hormons Androgen, das Akne begünstigt.
•    Retinoide: Retinoide kann der Arzt  in sehr schweren Fällen verschreiben, wenn andere Behandlungen keinen Erfolg gebracht haben. Aufgrund von Nebenwirkungen ist dies eher selten.

UV Bestrahlung

Der betroffene Hautbereich wird gezielt mit UV-Licht bestrahlt (Phototherapie), was desinfizierend wirken soll und das Hautbild vorübergehend verbessert.

Die richtige Pflege

Akne kann man nicht vorbeugen, jedoch in ihrem Erscheinungsbild positiv beeinflussen. Auf fetthaltige Salben und Kosmetik-Produkte sollte verzichtet werden, da diese die Hautporen verstopfen können. Zur Reinigung eignen sich hierzu hautfreundliche, pH-neutrale Seifen ohne Parfüm und Zusatzstoffe. Cremen Sie die Haut nach dem Waschen mit einer Feuchtigkeitscreme auf Wasserbasis ein, da fettige und ölige Cremes und Lotionen die Hautporen verstopfen können. Auch bei Kosmetika und Sonnenschutzmitteln ist es wichtig, auf deren Hautverträglichkeit zu achten. Bei unsachgemäßer Eigenbehandlung können die Symptome zu einer Verschlechterung des Hautbildes führen, beispielsweise beim Ausdrücken von Mitessern und Pickeln, zu intensiver Reinigung und Desinfektion der Haut oder das Auftragen von ungeeignetem Make-up. Abdeckprodukte dürfen keine Mitesser fördernden Inhaltsstoffe enthalten.

Ernährung und Umwelteinflüsse

Vermeiden Sie hochglykämische Lebensmittel (Schokolade, Süßigkeiten) und reduzieren Sie den Konsum von Milch und Milchprodukten. Verzichten Sie auf Nikotin. Nach Möglichkeit sollte zu viel Sonne, Kälte oder Hitze vermieden werden, da es die Haut reizen kann.

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