Tattooentfernung

Laut dem  Beschluss des Bundesrates dürfen zum 31.12.2018 in Deutschland künftig nur noch Ärzte mit einer entsprechenden Qualifikation per Laser Tätowierungen entfernen. Bisher war es Kosmetikstudios und privaten gewerblichen Anbietern möglich, diese Leistung anzubieten. Eine medizinische Ausbildung oder sonstige Qualifikation war nicht erforderlich. Diskutiert wurde im Gesundheitsausschuss, welche Fachrichtungen diesen Eingriff vornehmen dürfen – außer Dermatologen und plastische Chirurgen. Nun sind alle approbierten Ärzte mit einer adäquaten Fort- und Weiterbildung in diesem Bereich dazu befähigt.

Auch die Bundesärztekammer hatte sich seit Jahren dafür eingesetzt, eine strengere Regelung zugunsten der Patientensicherheit zu treffen. Die vollständige Neuregelung hinsichtlich des Strahlenschutzes tritt Ende 2020 in Kraft. Anlass war eine Studie, die das Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegeben hatte. Bei zwanzig Prozent der Betroffenen traten bei Behandlungen mit starken Lichtquellen wie Laser irreversible Nebenwirkungen auf. Dazu zählen beispielsweise Narben. Bei weiteren vierzig Prozent kam es zu vorübergehenden Nebenwirkungen.

Was passiert beim Lasern?

Bei der Entfernung einer Tätowierung per Laser werden die Pigmente oder Tinten des Tattoos in winzige Partikel zerbrochen. Diese werden vom Körper abtransportiert. Die Behandlung hat sich in den letzten Jahren zunehmend verbessert, wodurch unerwünschte Tattoos leichter und weniger schmerzhaft entfernt werden können. Allerdings gestaltet sich eine vollständige Entfernung besonders für Menschen mit dunkler Hautfarbe oder mehrfarbigen Tätowierungen nach wie vor als schwierig. Für jede Tintenfarbe werden verschiedene Arten von Lasern verwendet. Die Anzahl der erforderlichen Sitzungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren wie beispielsweise Größe, Farbe, Ort, Alter der Tätowierung und Menge der Tinte in der Haut ab. Diese schwankt zwischen fünf und zwanzig Sitzungen. Die Entfernung per Laser kann unangenehm sein. Eine lokale Betäubung vor der Behandlung ist möglich. Das Verfahren dauert je nach Größe und Typ des Tattoos zwischen 10 und 30 Minuten.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Im Anschluss der Behandlung können Schwellungen, gelegentlich Blasen oder Blutungen auftreten. Daher ist sehr wichtig, den Bereich so sauber wie möglich zu halten, indem eine Petrolatum-Salbe aufgetragen wird, um die Heilung zu fördern. Zudem sollte der Bereich mit einer sauberen, sterilen Bandage für etwa eine Woche nach der Behandlung abgedeckt werden.

Gibt es Risiken?

Die häufigste Nebenwirkung ist eine unvollständige Entfernung der Tätowiertinte, obwohl mehrere Behandlungen durchgeführt wurden. Eine Prognose über den Grad einer vollständigen Entfernung eines Tattoos ist im Vorfeld nicht möglich. Bei der Anwendung eines Lasers können giftige Spaltprodukte entstehen. Außerdem gibt es das Risiko von Verbrennungen, Pigmentstörungen und allergischen Reaktionen. Gelegentlich kann sich die Textur oder das Pigment der behandelten Haut verändern. Bestimmte Tätowierfarben wie weiße und helle Farben können direkt nach der Behandlung schwarz werden. Diese dunklen Reaktionen werden per Laser behandelt, was jedoch die Anzahl der erforderlichen Behandlungssitzungen erhöht.

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