Schuppenflechte

Bei der Schuppenflechte (Psoriasis) handelt es sich nach Neurodermitis um die zweithäufigste chronische Hauterkrankung, der eine genetische Veranlagung zugrunde liegt. Rund 125 Millionen Menschen weltweit sind davon betroffen, in Deutschland sind es zwei bis drei Millionen Menschen. Drei Viertel der Patienten erkranken vor ihrem 40. Lebensjahr. Bei ungefähr einem Drittel der Bertoffenen zeigen sich die ersten krankhaften Veränderungen an der Haut vor ihrem 18. Lebensjahr.

Zwar können auch schon Säuglinge eine Schuppenflechte entwickeln, doch im ersten Lebensjahr liegt die Erkrankungshäufigkeit mit etwa 0,2 Prozent sehr niedrig. Zusätzlich zur genetischen Komponente können weitere Faktoren für einen Ausbruch des Krankheitsbildes und den Verlauf verantwortlich sein. Dazu gehören beispielsweise psychischer und physischer Stress, Infektionen, hormonelle Faktoren sowie die Einnahme von Medikamenten. Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Mechanische Reize auf der Haut, zum Beispiel durch Reiben oder Kratzen, können die für die Schuppenflechte typischen Hautreaktionen auslösen. Psoriasis ist nicht ansteckend und keine Zivilisationskrankheit, wie häufig angenommen wird. Es gibt Hinweise darauf, dass bereits im Altertum Menschen daran litten.

Was passiert bei der Psoriasis?

Es handelt sich um eine entzündliche Autoimmunerkrankung. Hierbei greift das Immunsystem körpereigenes Gewebe an und suggeriert damit eine Verletzung. Als Reaktion entsteht eine Entzündung, die den Körper zur Produktion neuer Hautzellen veranlasst. Durch diese Überproduktion gelangen die Hautzellen schneller als gewöhnlich an die Hautoberfläche. Im Schnitt benötigen die Zellen der obersten Hautschicht (Epidermis) circa 27 Tage zur Erneuerung, bei der Schuppenflechte dauert dieser Vorgang nur sechs bis sieben Tage. Da die Hautzellen dann jedoch noch nicht ausgereift sind, lösen sie sich nicht von der Oberfläche. Eine Verdickung entsteht, bei der die benachbarten Hautzellen miteinander verkleben.

Welche Symptome sind typisch?

Es treten rötlich-entzündete, verdickte und juckende Stellen mit silbrigen Schuppen auf. Nach der Entfernung der Schuppen mit dem Fingernagel kann man vom darunterliegenden roten Fleck ein dünnes zusammenhängendes Häutchen lösen. Dabei kommt es zu einer punktförmigen Blutung, die auch als "blutiger Tau" bezeichnet wird. Von der Psoriasis betroffen sind vor allem der Kopf, Ellbogen und Knie. Generell können alle Körperteile in Mitleidenschaft gezogen sein. Dennoch bedarf es eines Dermatologen, um das Krankheitsbild abklären zu lassen, denn nicht alles was juckt und schuppt, ist eine Psoriasis. Für viele Betroffenen stellt diese sichtbare, in Schüben verlaufende Hauterkrankung eine große psychische Belastung dar. Etwa jeder dritte Patient entwickelt im Laufe seines Lebens zusätzlich eine Psoriasis Arthritis. Hierbei sind Gelenke, aber auch Nägel betroffen. Zudem steigt das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung.

Wie wird Schuppenflechte behandelt?

Schuppenflechte ist nicht heilbar, aber gut therapierbar. Aufgrund der hohen Wirksamkeit moderner Therapieverfahren wird mittlerweile eine 90-prozentige Beschwerdefreiheit als zukünftiges Behandlungsziel angestrebt. Die Schuppenflechte-Behandlung wird in die lokale und die systemische Therapie unterteilt. Bei der lokalen Therapie werden die Wirkstoffe auf die Haut aufgetragen. Bei der systemischen Therapie steht die Einnahme oder das Spritzen von Medikamenten im Vordergrund. Die Lokaltherapie wird bei allen Schweregraden der Schuppenflechte eingesetzt. Es werden wirkstofffreie Salbengrundlagen sowie Rezepturen mit Harnstoff oder Salizylsäure zur lokalen Anwendung angewendet. Zudem lässt sich die Wirkung dieser Substanzen durch Lichttherapie mit UV-Strahlen verstärken. Betroffene mit einer mittelschweren bis schweren Verlaufsform benötigen jedoch eine systemische Therapie. Hier werden die Medikamente in Form von Tabletten, Spritzen oder als Infusion verabreicht. Die systemische Therapie der Schuppenflechte lässt sich in zwei Teilbereiche untergliedern: die klassische systemische Therapie und die Therapie mit Biologika. Diese sogenannten Biologika bestehen aus therapeutisch wirkenden Proteinen oder Molekülen, die in Zellkulturen hergestellt werden. Diese Biologika beeinflussen die Botenstoffe des Immunsystems und führen so zu einem Rückgang der Entzündungsreaktion. Weiterhin sollten Betroffene durch einen bewussten und ausgewogenen Lebensstil positiv auf den Verlauf der Schuppenflechte einwirken und zum allgemeinen Wohlbefinden durch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige sportliche Aktivität beitragen.

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