Pilzwachstum gegen Haarwachstum

Haare bestimmen das Erscheinungsbild. Unser Haupthaar ist je nach Aufwand, den wir damit betreiben, ein mehr oder weniger modisches Accessoire, das wir verändern und nutzen können.

Fallen die Haare aus, sind die Möglichkeiten dahin. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Infektionen mit Pilzen gehören dazu. Lesen Sie hier, welche das sein können.

 Wann ist der Haarausfall stärker als normal?

Jeden Tag fallen uns Haare aus, das ist normal. Sind jedoch mehr als 200Haare täglich auf dem Kissen, in Kamm oder Bürste, im Waschbecken oder auf dem Boden, dann ist der Haarausfall nicht mehr im gesunden Rahmen. Die Ursache dafür kann der Jahreszeiten-Wechsel sein. Manche Schwangere sehen die hormonellen Wechsel auch an einer Veränderung der Haarstruktur oder Haarfülle. In diesen Fällen gibt es auch keinen Grund zur Sorge. Eine Ursache, gegen die wir etwas tun können, sind Pilze. Voraussetzung dafür ist es allerdings, dass wir richtig diagnostizieren und therapieren.

Pilzinfektionen

Es gibt verschiedene Hautpilze, die auf der Kopfhaut Schaden anrichten. Am häufigsten sind es Dermatophyten, auch Fadenpilze genannt, die das Haar meist diffus ausfallen lassen. Das heißt, dass keine kahlen und ganz haarlosen Stellen auf dem Kopf erscheinen, sondern die Haare überall und gleichmäßig ausfallen.

Sind auch die Haarwurzeln von der Infektion betroffen, kann das längere Zeit nach der Infektion dazu führen, dass die Haarwurzel geschädigt wird. Das Haar wird dann ausfallen und die Haarwurzel vernarbend heilen.

Begleitende Symptome sind auch starkes Kopfjucken und schuppende, nässende Kopfhaut.

Therapie

Gegen den Pilz gibt es Haarwasser oder –shampoos, die Antimykotika wie Ketoconazol oder Terbinafin enthalten. Diese sind wirksam gegen Dermatophyten.

Liegt dagegen eine Infektion mit Candida albicans, einem Hefepilz vor, sind diese Wirkstoffe nicht ausreichend wirksam. In diesem Fall bietet sich eher eine orale Behandlung mit Nystatin an.

Dies ist der Grund, warum der genaue Erreger vor der Therapie enttarnt werden muss. Nur das korrekte Medikament wird Ihnen weiterhelfen. Ihr Hautarzt wird die Diagnostik und die Therapie im Detail besprechen.

Die Therapie kann bis zu 2 Monate dauern.

Und danach?

Die Infektionsquelle ist gar nicht so leicht auszumachen. Überprüfen Sie, ob andere Familienmitglieder unter dem Pilz leiden, damit Sie sich nicht immer wieder gegenseitig anstecken.

Übrigens können auch Haustiere Pilze haben und an ihre Halter weitergeben.

Und das Wichtigste: Wenn die Haarwurzeln gut abgeheilt sind und nicht zu sehr geschädigt wurden, wachsen die Haare auch wieder nach!

Kleiner Exkurs: Pilze ohne Haarausfall

Nicht immer verursacht ein Pilz auch gleich das Ausfallen der Haare. Beim Seborrhoischen Ekzem schuppt sich die Kopfhaut gelblich und fettig, und juckt sehr stark. Bei Erwachsenen sind die behaarten Stellen am Körper am häufigsten betroffen. Malasezzia furfur, ein Hefepilz, ist eigentlich ein normaler Besiedler der menschlichen Haut, jedoch ist sein Wachstum beim Seborrhoischen Ekzem verstärkt.

Hier helfen unterschiedliche Präparate, darunter auch Kortison zum Lindern der Entzündung, ggf. Antimycotica und Feuchtigkeit spendende Cremes.

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